{"id":263,"date":"2018-08-15T00:48:36","date_gmt":"2018-08-14T22:48:36","guid":{"rendered":"https:\/\/leute-laender-leckereien.de\/wordpress\/?p=263"},"modified":"2018-09-13T14:20:24","modified_gmt":"2018-09-13T12:20:24","slug":"jujuy-eine-erste-annaeherung-an-den-aeussersten-nordwesten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leute-laender-leckereien.de\/wordpress\/2018\/08\/15\/jujuy-eine-erste-annaeherung-an-den-aeussersten-nordwesten\/","title":{"rendered":"Jujuy \u2013 Ann\u00e4herung an den \u00e4u\u00dfersten Nordwesten"},"content":{"rendered":"<p>Es war schon dunkel, als wir den Campingplatz im Nationalparks Calilegua am Ostrand der Anden erreichten. Er lag sch\u00f6n am Zusammenfluss mehrerer Wasserl\u00e4ufe, wie wir am n\u00e4chsten Morgen erkennen konnten. Es gab Grillpl\u00e4tze, Tische und B\u00e4nke und auch sanit\u00e4re Einrichtungen, die aber (noch?) nicht im besten Zustand waren. Nach einem ausgiebigen Fr\u00fchst\u00fcck fuhren wir die Piste \u00fcber San Francisco bis ins Valle Colorado. Ich war das erste mal wirklich froh \u00fcber Allrad und Untersetzungsgetriebe. Tiefe Staubpisten und sehr steile Auf- und Abfahrten wollten gemeistert werden und das alles in einer atemberaubenden Kulisse. Laut Landkarte sollte unsere Strasse weiter bis Santa Ana gehen, doch war dieser Weg h\u00f6chstens mit Pferd oder Maultier machbar. 70 Kilometer waren wir bis dahin unterwegs und haben daf\u00fcr mit ein paar kurzen Pausen fast sechs Stunden gebraucht. Auf halben Weg zur\u00fcck \u00fcbernachteten wir auf einem sch\u00f6nen Platz, den wir auf der Hinfahrt schon f\u00fcr unsere Mittagspause nutzten. Was folgte war die genialste Sternen-Nacht an die ich mich erinnern kann. Kein st\u00f6rendes Licht, daf\u00fcr trockene und kalte Luft auf knapp 2.000 Meter H\u00f6he in den Bergen. Es war unglaublich. Wie wird es dann erst auf 4 oder 5.000 Metern sein?<\/p>\n<p>Ich legte meine neue Kamera, die mir schon die ein oder andere Entt\u00e4uschung bescherte, auf die Motorhaube, Blende ganz auf, gr\u00f6\u00dfte Belichtungszeit (30sec) und ASA 6400. Ich habe zum ersten mal Galaxien fotografiert. Unglaublich! Und das mit einer ganz normalen Kamera mit \u201ebilligem\u201c Reisezoom. In dieser Nacht war ich v\u00f6llig aus dem H\u00e4uschen!<\/p>\n<p>Jetzt wollten wir aber ganz hoch hinaus. Also nochmal kurz zum Campingplatz zum Grillen und W\u00e4schewaschen und Duschen, dann ging es weiter in die \u201erichtigen\u201c Anden. \u00dcbernachtet haben wir im Zentrum der Hauptstadt der n\u00f6rdlichsten Provinz Argentiniens, San Salvador de Jujuy. Endlich n\u00e4herten wir uns einem meiner pers\u00f6nlich Top-Drei dieser Reise, dem \u201eABC der Anden\u201c, dem Dreil\u00e4ndereck Argentinien, Bolivien und Chile mit hohen Gipfeln, tollen Salaren und der Atacama, der trockensten W\u00fcste unserer Erde.<\/p>\n<p>Schon die ersten Tage bescherten uns grandiose Eindr\u00fccke. Da war zun\u00e4chst die Quebrada de Humahuaca, dann die Serenia de Hornocal, ein gefaltetes Gebirge mir irren Farbnuancen. Um dies genie\u00dfen zu k\u00f6nnen mussten wir eine Schotterpiste bis auf 4.400 m H\u00f6he hinauffahren. Leider waren wir noch nicht akklimatisiert, sonst h\u00e4tten wir sicher hier oben \u00fcbernachtet. Aber noch ist diese Reise ja lange nicht zu Ende, wer wei\u00df.<\/p>\n<p>Inzwischen waren wir auch tief in das Indiogebiet (oder sagt man korrekt: das Gebiet der Indigenen?) eingetaucht, wir waren bereits im ehemaligen Inkareich. Nicht nur einmal stellten wir uns die Frage, ob sich die Bewohner hier wirklich als Argentinier f\u00fchlen. Und nicht nur die Gesichter, Hautfarbe und Bekleidung l\u00e4sst einen Fremden eher an Peru oder Bolivien denken als an Argentinien. Auch auf den M\u00e4rkten unterscheidet sich viel vom s\u00fcdlicheren, europ\u00e4ischeren Argentinien. So findet man bereits viele verschiedene Kartoffelsorten, Mais und andere Produkte, die typisch f\u00fcr die n\u00f6rdlicheren Nachbarn sind. Ehrlicherweise m\u00fcssen wir einfach zugeben, dass wir bislang trotz Studium verschiedener Reiseb\u00fccher doch sehr wenig Ahnung von dieser Region Argentiniens hatten.<\/p>\n<p>Au\u00dfer Zweifel dagegen steht, dass wir auch hier mit sehr leckerem Fastfood, fast immer auf Holzkohle zubereitet, verw\u00f6hnt wurden. Ganz egal ob es gef\u00fcllte Brotfladen, Fleisch oder H\u00fchnerspie\u00dfe waren. Und nat\u00fcrlich die \u00e4u\u00dferst leckeren Empanadas in vielerlei Variationen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war schon dunkel, als wir den Campingplatz im Nationalparks Calilegua am Ostrand der Anden erreichten. Er lag sch\u00f6n am Zusammenfluss mehrerer Wasserl\u00e4ufe, wie wir am n\u00e4chsten Morgen erkennen konnten. 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