{"id":305,"date":"2018-08-27T15:02:38","date_gmt":"2018-08-27T13:02:38","guid":{"rendered":"https:\/\/leute-laender-leckereien.de\/wordpress\/?p=305"},"modified":"2018-09-13T13:54:21","modified_gmt":"2018-09-13T11:54:21","slug":"patty-kocht-wir-fahren-nach-salta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/leute-laender-leckereien.de\/wordpress\/2018\/08\/27\/patty-kocht-wir-fahren-nach-salta\/","title":{"rendered":"Patty kocht! &#8211; wir fahren nach Salta"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt wollten wir aber ganz hoch hinauf &#8218;in die Wolken&#8216;, an die bolivianische und chilenische Grenze. Zuvor noch einen argentinischen, unblutigen Stierkampf samt zugeh\u00f6rige Fest bewundern, so war der Plan. Doch schon nach 11 Kilometern hie\u00df es STOP! Beim ersten Fotostopp war es deutlich zu h\u00f6ren. Patty kochte! Im Ausgleichsbeh\u00e4lter und an anderen Stellen blubberte und zischte es. Es gab nur eine Entscheidung: Umkehren! Es war Wochenende, also legten wir eine Pause ein mit Grillen und Fehlersuche am Motor. Es fehlte kaum Wasser und auch nach 15 Minuten Motor laufen lassen stieg die Temperatur kaum an. Auch die K\u00fchlwasserschl\u00e4uche wurden nicht richtig hei\u00df. Die richtigen Schl\u00fcsse daraus ziehen konnte ich freilich noch nicht. Ich entschloss, eine Testfahrt nochmal auf knapp 4.440 Meter H\u00f6he zum Mirador de Hornocal zu machen, auch um dort den Sonnenuntergang erleben zu d\u00fcrfen. Der war zwar sehr sch\u00f6n, doch wieder kochte Patty. Und diesmal fehlten einige Liter K\u00fchlwasser. Sp\u00e4testens jetzt war klar: wir brauchen eine Werkstatt. Es ist aber gar nicht so einfach, in Argentinien eine Nissan-Werkstatt zu finden. Laut Internet gibt es eine sch\u00f6ne, gro\u00dfe Nissan-Werkstatt in San Salvador de Jujuy, doch wir fanden &#8230; nichts. Offensichtlich ist daraus jetzt eine Renault-Werkstatt geworden. Am Ende mussten wir weit \u00fcber 200 Kilometer s\u00fcdlich nach Salta fahren. Das ging ohne Probleme, aber wir hatten auch kaum Steigungen zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>In der Werkstatt waren auch alle sehr nett, man hat sogar einen Dolmetscher Spanisch \u2013 Englisch in den eigenen Reihen gefunden. Doch das Ergebnis der 2 Tage dort war eher ern\u00fcchternd. Das Thermostat sei okey, um mehr zu sehen, m\u00fcsse der Motor aufgemacht werden. Damit k\u00f6nne man fr\u00fchestens in einer Woche beginnen,, und dann m\u00fcsse ich eine weitere Woche warten, bis man wei\u00df, welche Ersatzteile ben\u00f6tigt werden. Und danach m\u00fcsste ich selber die Teile in Bolivien besorgen. In Argentinien haben die offensichtlich nichts f\u00fcr dieses Fahrzeug, und wenn es die Werkstatt selber bestellt, w\u00fcrde es 30 bis 60 Tage dauern. Das musste erstmal verdaut werden. Da ich sehr gerne Auto fahre, dachte ich mir: okey, dann nehme ich halt einen Mietwagen, fahre nach Bolivien und hole die Teile. Mir war schon klar, dass das viel heftiger sein w\u00fcrde, als es klingt (Entfernung, H\u00f6he, Winter in den Anden) aber es war zumindest eine L\u00f6sung. Bis zum n\u00e4chsten Tag. Denn dann musste ich feststellen, dass jeder Vermieter sagt: Du kannst zwar mit unseren Autos nach Chile, aber auf keinen Fall nach Bolivien fahren. Was tun? Im Internet suchte ich nach der Deutschen Botschaft und fand dort auch Adresse und Anschrift des Honorarkonsuls in Salta. Die Kontaktaufnahme per E-Mail war problemlos, 2 Tage sp\u00e4ter hatte ich einen Termin und im Anschluss auch einen Tipp und einen Kontakt. Da gab es n\u00e4mlich einen Antonio, der auch schon f\u00fcr den Konsul Teile aus Bolivien besorgt hatte. Antonio ist ein sehr netter Kerl. Er versuchte in einem recht deutlichen und einfachen Spanisch mit mir zu reden und so klappte die Kommunikation sehr gut. Wir fuhren zu seinem Freund Soto, der w\u00fcrde sich den Wagen anschauen. Soto&#8217;s Sohn Juan sprach recht gut deutsch und konnte dort weiterhelfen, wo ich mit meinem Spanisch am Ende war.<\/p>\n<p>Zwar dauerte es mit ausgiebigen Testfahrten auch eine Woche, bis das Problem gel\u00f6st war. Doch jeden Abend konnten wir mit dem Wagen zu unserem Schlafplatz fahren, wir brauchten weder Hotel noch eine M\u00f6glichkeit, aus Bolivien Ersatzteile zu besorgen. Am Ende war es dann doch der Thermostat. Der \u00f6ffnete zwar im ausgebauten Zustand, nicht aber eingebaut. Jetzt hat Patty einen neuen Thermostat von Mitsubishi, nicht baugleich, aber die wichtigste Abmessungen stimmen. Am Tag der finalen \u00dcbergabe waren dann wieder alle da. Antonio lud uns zu einem f\u00fcr Salta typischen Essen ein. Zu einem guten Glas Rotwein gab es verschiedene Empanadas aus dem Ofen sowie Tamales und eine Nachspeise. Danach ging es ans Bezahlen. F\u00fcr Ersatzteile und Arbeit musste ich unfassbare 3.000 Pesos bezahlen, was zu diesem Zeitpunkt etwas mehr als 80 \u20ac entsprach. Seitdem sind wir knapp 2000 Kilometer gefahren \u2013 bislang l\u00e4uft alles wie geschmiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt wollten wir aber ganz hoch hinauf &#8218;in die Wolken&#8216;, an die bolivianische und chilenische Grenze. Zuvor noch einen argentinischen, unblutigen Stierkampf samt zugeh\u00f6rige Fest bewundern, so war der Plan. Doch schon nach 11 Kilometern hie\u00df es STOP! 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