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weiter bis zur Insel Chiloe – noch mehr Vulkane, deutsche Orte und unsere ersten Pinguine [5 Galerien]

Auch weiter südlich bot sich uns ein ähnliches Bild wie in den Tagen davor. Nur die Vulkane zeigen, dass man sich nicht in einer Voralpen-Seenlandschaft befindet. Dazu sehen wir zahlreiche Gebäude, die sehr an den Schwarzwald erinnern. In der Tat haben sich viele deutsche Auswanderer in dieser Region Chiles niedergelassen.

 

Am Lago Villarica

Auch einen Biergarten mit bayerischen Fahnen am Eingang haben wir gefunden. Das selbst gebraute Bier schmeckte zwar anders als in der Heimat, war aber sehr süffig. Die Bezeichnung Chilenische Schweiz wirkt nur allzu passend. Da alles so gewohnt, so bekannt erscheint, stellt sich in diesem Teil Chiles eine große Begeisterung bei uns leider nicht ein.

Da der Vesuv seit vielen Jahren keine Rauchfahne mehr hat, war es das erste Mal, dass wir „qualmenden“ Vulkane sehen. Die zahlreichen Warnschilder mit den dazu gehörenden Fluchtwegen machen recht deutlich, dass die Vulkane hier sehr aktiv und auch gefährlich sind.

 

zwischen Villarica und Pucón

Die Gegend zeigt sich in tiefem Grün, es gibt viele Seen die im Sommer zum Baden einladen und einige Orte, wie etwa Villarica oder Pucón, haben sich in den letzten Jahren zu touristischen Hochburgen entwickelt. Am Lago Villarca zauberte ein stiller und nebliger Morgen traumhafte Motive über den See. Interessant sind auch die am Eingang zum Strand aufgehängten Blechdosen. Sie dienen dem Entsorgen der Zigarettenkippen. Offensichtlich wieder dieses Angebot gut angenommen, keine Kippe lag an diesem Strand.

Frutillar liegt am zweitgrößten See Chiles, dem Lago Llanquihue. Es ist ein sehr deutsch geprägter Ort und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von deutschen Einwanderern gegründet. Wir finden an Hauswänden Bilder von deutschen Trachten, viele Häuser haben neben deutsch anmutender Architektur auch Namen wie Haus Georg oder deutschsprachige Sprüche. Ein Hotel nennt sich Frau Holle, an den Wänden eines Kindergarten standen die Ortsnamen der Vorfahren, die vor wenigen Generationen aus Deutschland hierher kamen. Die Gärten der Unterstadt sind äußerst gepflegt, die Blumenpracht des Ortes verdient sogar eine eigene Galerie.

Blumen in Frutillar

Auf dem kleinen Wochenmarkt werden viele Waren wie Honig, Obst und Gemüse angeboten. Sehr lecker war der gegrillte Kartoffelteig. Der Teig wird um eine Holzstange von ungefähr zwei Meter Länge und der Dicke eines Unterarmes geknetet und dann solange über offenem Feuer gedreht, bis es knusprig braun ist. Serviert wird die fertige Chochoca mit klein geschittener Schweineschwarte. Das Gericht, das auch als Brot der Chiloten bezeichnet wird, geht auf die Küche der Huilliches, einem Stamm der Mapuche zurück. Das Highlight Frutillars – zumindest für uns – ist der Vulkan Osorno, der auf der anderen Seite des Lago Llangequihue in all seiner Pracht thront. Der obere Teil ist bedeckt mit Schnee und Eis. Gerade zum Sonnenuntergang, wenn sich der Himmel rot und violett färbt, ist das ein beeindruckender Anblick.

 

Impressionen aus Frutillar

Über die ebenfalls von deutschen Einwanderern gegründete Hafenstadt Puerto Montt fahren wir weiter zur Insel Chiloe. Unser Hauptziel dort: endlich Pinguine sehen! Wir sind zwar schon sehr spät dran und die meisten Pinguine sind schon Richtung Süden gezogen. Doch einige sind noch auf den Islotes de Puñihuil im Nordwesten von Chiloe. Leider verschwand kurz vor dem Ablegen unseres Bootes die Sonne hinter aufziehenden Wolken. Doch auch so war es faszinierend, diese eleganten Schwimmer in Freiheit zu sehen. Zwar gelangen bei den herrschenden Lichtbedingungen keine guten Bilder, doch der Sprung eines kleinen Pinguins durch die riesigen, bis zu zehn Meter langen Arme des Cochayuyo Seetangs in das kalte Nass direkt vor unseren Augen wird uns immer in Erinnerung bleiben – scharf und perfekt belichtet.

 

zu den Pinguinen von Chiloe

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