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Curanto – ein uraltes Gericht aus dem Süden des Kontinents [1 Galerie]

Während unserer Zeit bei Marcelo kamen wir auch in den Genuß, Curanto essen zu dürfen. Archäologen fanden heraus, dass man dieses Gericht schon mindestens 8000 Jahre lang in Erdlöchern von ungefähr eineinhalb Metern Tiefe zubereitete. Die Löcher werden mit großen Pflanzenblätter ausgekleidet, darüber kommen glühend heiße Steine. Nun werden die Zutaten auf den Steinen verteilt. Dies sind verschiedene Muscheln und Meeresfrüchte, Fisch, Huhn, scharfe Chorizo und Kartoffeln. Bei Ausgrabungen wurden auch Reste von Walen gefunden. Darauf kommt wieder eine Schicht von Pflanzenblättern, die mit Erde zu einem natürlichen Dampfdrucktopf beschwert werden. Der große Vorteil der Töpfe ist hier, dass der leckere und intensiv schmeckende Sud nicht im Erdreich versickert. Vielmehr wird er auf Wunsch mit einem Schluck Weißwein in einem Glas oder einer Tasse serviert. Zumindest bei unserer Version. An diesem Abend wurden die einzelnen Zutaten in Kunststoffnetzen portioniert. Das habe den Vorteil, dass jeder von allem etwas bekommt. Allerdings waren diese Portionen ziemlich üppig und mir war klar, dass wohl keiner von uns seine Portion wird aufessen können. Die Netze kamen mit grobkörnigen Salz, Pfefferkörnern, grob gehackten Zwiebeln sowie ausreichend Weißwein in große Töpfe. Nie zuvor sind uns so große Miesmuscheln serviert worden. Der Familie, den Freunden und uns hatte es sehr gut geschmeckt.

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